Klima- Umweltschutz

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Aktuelle Themen und Projekte

Im Bahnhof zieht das Projekt „Selbstwerkstatt“ ein
Durch die Bereitschaft des Handarbeitskreises mit deren Initiatorin Christa Örlt ist es gelungen die Räumlichkeiten des alten Bahnhofs zusätzlich zu beleben. Neben dem Bewahren alter Kultur durch den Handarbeiterkreis Ruhstorf (Traditionelles Stricken, Nähen, Häkeln, Sticken, Klöppeln u.a.) entsteht nun unter kommunaler Obhut und Dank der Förderung durch das Regionalbudget der ILE eine Selbstwerkstatt zur Reparatur von Alltagsgegenständen (Repaircafe) für die Bürgerinnen und Bürger im alten Bahnhofsgebäude.
Als kleiner Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit, Abfallvermeidung und Bewusstseinsbildung zur Ressourcenschonung ist in Zusammenarbeit mit der rollenden Selbstwerkstatt des Landkreises Passaus und dem Netzwerk Klimabündnis Österreich diese Idee jetzt in der Umsetzungsphase.
Wer kennt nicht das Gefühl, wenn ein jahrelang treu gedientes Teil plötzlich seinen Geist aufgibt oder ein Stück abbricht. Sei es ein Elektrogerät, ein geliebtes Möbelstück, ein Spielgerät oder welches Teil auch immer. Selbst kann man es oftmals nicht reparieren, weil einfach das richtige Werkzeug, die notwendigen Grundkenntnisse oder das Geschick dazu fehlen. Der Fachhandel nimmt sich umso altes Zeugs meist nicht an. Also bleibt nur das geliebte Teil wegzuwerfen und sich ein neues, meist qualitätsmäßig schlechteres Teil zu kaufen.
Allein in Deutschland werden 720000 Tonnen Altgeräte pro Jahr weggeworfen. Man braucht sich nur auf den Recyclinghöfen umzuschauen. Dem wollen wir entgegenwirken, etwas für die Umwelt tun und Ressourcen schonen.
Repariert soll alles werden, was man in die Werkstatt tragen kann und noch zu reparieren ist. 
Motto: Reparieren statt wegwerfen!
Ziel der Selbstwerkstatt ist es, dass wir die mitgebrachten Gegenstände in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich, unter Anleitung und mit Unterstützung der ehrenamtlichen Hobby-Profischraubern reparieren und damit wieder zum Leben erwecken oder das Leben verlängern.
Zudem wollen wir mit dem Projekt die Jugend sensibilisieren, dass man Dinge auch reparieren kann, das sogar noch Spaß machen kann und nicht gleich auf den Müll landen muss.
Dennoch werden wir kein kostenloser Reparaturdienstleister sein, sondern es geht um die in Ihrem Interesse liegende Hilfe zur Selbsthilfe.
Für die Reparaturobjekte übernehmen wir keinerlei Haftung oder Garantie.
Dies muss der Besucher vor der Reparatur in einer Haftungsbeschränkung per Unterschrift auf dem Kontaktformular akzeptieren. Bei nicht instandgesetzten Produkten wird darauf hingewiesen, dass das Gerät aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzt werden darf. Dies wird auch entsprechend protokolliert.
Natürlich sichern wir eine ordnungsgemäße und sachkundige Bearbeitung zu.
Da wir keine Konkurrenz für Fachhändler und Handwerksbetriebe sein wollen, lehnen wir grundsätzlich Reparaturen ab, die dort besser aufgehoben sind. Die Entscheidung liegt im Ermessen der Reparateure Dazu zählen zum Beispiel der Austausch von Handydisplays, Reparaturen an Großgeräten (wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Spülmaschinen usw.) oder auch an Geräten, die noch in der Garantie- bzw. Gewährleistungszeit liegen.
Parallel wollen wir hier eine Abgabestelle für gebrauchte, weitgehend noch funktionsfähige Gegenstände des Alltagsgebrauchs (angefangen bei alten Radios, Lampenschirmen bis hin zu Deko-Artikeln und Haushaltsgegenständen – außer Kleidung / Schuhe / Bücher usw.) sein, die eigentlich zu schade sind zum Wegwerfen. Diese Teile werden dann ggf. repariert, gereinigt und auf Vordermann gebracht. Anschließend können diese Gegenstände dann kostenlos (oder gegen eine kleine Spende) von anderen Mitbürgern abgeholt und weiterverwendet werden. Das spart Ressourcen, jede Menge Abfall und nebenbei auch noch Geld.
Ebenso ist es geplant eine Anlaufstelle zu schaffen, die bei Problemen mit dem PC (egal ob Soft- / Hardware oder auch Bedienung) helfen und unterstützen kann.
Es soll ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt werden, wo man ins Gespräch kommt und gegenseitig Wissen, Können und Fertigkeiten ausgetauscht werden.
Gerne können sich noch interessierte Hobby-Schrauber, Fachkräfte verschiedenster Fachrichtungen, etwas Zeit übrighaben und Spaß am Reparieren haben melden. Menschen, die einfach ihr über Jahre erworbenes Wissen weiterhin anwenden sowie auch weitergeben und sich ehrenamtlich an unserer Idee beteiligen wollen. Momentan denken wir an eine Öffnung an 1 Tag die Woche, z.B. nachmittags für 3 Stunden. Den Helfern und den zu Helfenden wird bei Kaffee und Fachgesprächen unter Anleitung und Unterstützung bei der Reparatur geholfen. In vielen Städten und Dörfern gibt es derartige Einrichtungen bereits. In Bayern ist die Idee noch nicht so flächendeckend verbreitet. In Österreich werden derartige Aktivitäten sogar massiv gefördert.
Gelingen kann das alles nur, wenn wir entsprechend ehrenamtliche Unterstützer finden, die diese Idee unterstützen und wenn es dann auch regen Zulauf seitens der Bevölkerung gibt. Interessenten können sich gerne bei der Marktgemeinde Ruhstorf / Herrn Egon Seil (Tel.  08531 / 913735 oder E-Mail: seil-lehner(at)gmx.de ) melden.
Machen Sie mit. Tun wir gemeinsam etwas für die Umwelt und für Menschen die Unterstützung brauchen.

Der Radverkehr soll stärker gefördert werden, da sind sich viele einig. Pendler verbringen viel Zeit im Stau und für das Klima wollen auch immer mehr Menschen etwas aktiv tun. Und schließlich ist Radfahren gesund.
Der Landkreis Passau möchte im Verbund mit den Städten und Gemeinden nicht nur das Radwegenetz ausbauen, sondern auch sog. Mobilitätsstationen oder Fahrradabstellanlagen an Kreuzungspunkten von Radwegen und Haltestellen errichten.
Innerhalb eines 15-km-Kreis um die Stadt Passau gehen wir davon aus, dass jede*r mit dem Rad nach Passau zur Arbeitsstelle oder anderen Aktivitäten fahren kann. Außerhalb des Kreises wollen wir den Radfahrern*innen die Gelegenheit geben zumindest eine Teilstrecke des Weges mit dem Rad zurück zu legen. Die Teilstrecke ginge dann bis zu einer Haltestelle im ÖPNV-System, wo das Rad sicher abgestellt werden kann und weitergeht es mit dem Bus in die Stadt.
Wir wollen nun die Radfahrer als Profis zu dieser Fragestellung einbinden.
Im Landkreis Passau gibt es sieben Hauptrouten im ÖPNV und darum glauben wir, dass an diesen Routen Mobilitätsstationen Sinn ergeben. Es könnte aber auch anders sein?
Deshalb hoffen wir auf Ihre Unterstützung. Sie können uns aktiv bei der Planung helfen.
Wir haben dazu ein Projekt auf der Online-Plattform PUBinPLAN der Hochschule Deggendorf eingerichtet. Nutzen Sie die Chance und beteiligen Sie sich.
Hier ist der Zugang zur Plattform:
https://pubinplan.th-deg.de/projects/projectsoverview
Fragen dazu richten Sie an den Fachbereich Klimaschutz und Umweltberatung am Landratsamt Passau.
Landratsamt Passau, Klimaschutz und Umweltberatung
Peter Ranzinger
peter.ranzinger@landkreis-passau.de
0851-397 795

Kurz vor Jahreswechsel wurden die Änderungen zu Erneuerbaren Energiegesetz – EEG 2021- verabschiedet.
Die im Referentenentwurf vorgesehenen Einschränkungen des Eigenverbrauchs und die Pflicht zur Installation von Messsystemen wurden so nicht beschlossen.
Die Regelungen in der Übersicht
Ü-20-Anlagen
PV-Altanlagen bis 100 Kilowatt Leistung, deren 20-jähriger Vergütungszeitraum ab 2021 ausläuft, dürfen zunächst bis 2027 weiter eine feste Einspeisevergütung in Höhe ihres Marktwertes abzüglich einer Vermarktungspauschale (ca. 3. bis 4 Cent/kWh minus Vermarktungsgebühr von 0,4 Cent) erhalten. Diese Option gilt automatisch ab 01.01.2021 für alle Ü20-Betreiber, die nicht ausdrücklich aktiv in eine andere Vermarktungsform wechseln.
Der Wechsel in die Direktvermarktung ist natürlich auch möglich.
Intelligentes Messsystem
Ab dem 01.01.2021 müssen PV-Bestandsanlagen mit einer Leistung bis zu 7 kW keine teuren Smart-Meter installieren. Dies gilt sowohl für Bestands- als auch für Neuanlagen. Auch der geplante nachträgliche Einbau nach 5 Jahren im Rahmen der vereinfachten Direktvermarktung für Ü20-Anlagen wurde gestrichen.
Eigenverbrauch
Mit dem EEG 2021 wird die kWp-Grenze, ab der eine anteilige EEG-Umlage bei Eigenverbrauch gezahlt werden muss, von derzeit 10 auf 30 kW angehoben: Betreiber von PV-Anlagen mit einer Leistung von maximal 30kWp und einem jährlichen solaren Eigenverbrauch von maximal 30 Megawattstunden müssen künftig keine EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Solarstrom mehr bezahlen.
Die Befreiung von der EEG-Umlage bis 30 kWp gilt (entgegen den ersten Entwürfen) sowohl für Alt- als auch Neuanlagen. Auch Ü20-Betreiber zahlen damit nach Förderende bei Umstellung zur Eigenversorgung bis 30 kWp keine EEG-Umlage mehr!
Zudem wurden noch Regelungen zu Ausschreibungsgrenzen für Dachanlagen und Freiflächenanlagen und dazu Einspeiseobergrenzen getroffen und zu Mieterstrom- und Quartiersmodellen.
Fragen dazu richten Sie an den Fachbereich Klimaschutz und Umweltberatung am Landratsamt Passau.
Laden Sie Ihr E-Auto mit staatlicher Förderung auf
Der Kauf und die Installation einer privaten Ladestation oder wallbox werden mit 900 Euro pro Ladepunkt von der KfW gefördert.

Wichtig: Ihre Lade­station

  • hat genau 11 kW Lade­leistung – ein stärkeres Gerät kann gedrosselt werden
  • kann intelligent gesteuert werden und mit anderen Komponenten des Strom­netzes kommunizieren 

Zusätzlich werden die Kosten eines Energie­management-Systems zur Steuerung der Ladestation gefördert.
Einbau und Anschluss
Natürlich sind auch Einbau­arbeiten in Ihrer Garage oder am Stell­platz notwendig. Die Kosten werden ebenfalls gefördert. Für Ihre Ladestation brauchen Sie 400 Volt Stark­strom, genau wie bei einem Herd. Auch diese Kosten rund um den Anschluss, zum Beispiel für die elektrische Installation, die Einstellung des Gerätes und das Material werden gefördert.
Einzelheiten unter www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Ladestationen-für-Elektroautos
Landratsamt Passau
Klimaschutz und Umweltberatung
0851-397 795 oder 0851-397 796

 

Der Landkreis Passau nimmt heuer erstmalig an der Aktion „Stadtradeln“ teil
Wie das Bewusstsein stärken, dass „Radeln“ eine wichtige Rolle im Alltags- und Pendlerverkehr spielen kann? Mit der erstmaligen Teilnahme am „Stadtradeln“ will der Landkreis dazu einen Beitrag leisten. „Stadtradeln“  ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Aktion von Klimabündnis e.V. ist für den Zeitraum 8 bis 28. Mai.2021 vorgesehen und passt laut Landrat Raimund Kneidinger „hervorragend  in die Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises Passau“. Neben dem Landkreis selbst hat sich als einzelne Kommune bereits die Stadt Vilshofen angemeldet. Der Landrat hoffe jetzt auf weitere Anmeldungen aus den Landkreis-Gemeinden und hat die Bürgermeister entsprechend informiert. Natürlich genau so wichtig: Möglichst viele Radfahrerinnen und Radfahrer aus der Region, die bei „Stadtradeln“ mitmachen.
Über eine App werden bei den Teilnehmern sowohl die zurückgelegten Kilometer für sich selbst und die Gruppe erfasst. Es können Teams in verschiedenen Kategorien gebildet werden und gegeneinander fahren, wie z.B. Vereine, Schulen, Unternehmen, Kommunalvertreter.  Die gesammelten Kilometer werden dann der Stadt oder Gemeinde und dann insgesamt dem Landkreis zugerechnet. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen zeigen, wie viele Menschen bereits mit dem Fahrrad unterwegs sind und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.  Die bundesweit durchgeführte Aktion war bereits 2020 ein großer Erfolg und auch für 2021 haben sich bereits rund 800 Gemeinden und Städte angemeldet, darunter in der Region neben dem Landkreis und Vilshofen auch die Städte Passau und Straubing, sowie  der Landkreis Altötting.
Koordiniert wird die Aktion im Landratsamt von Peter Ranzinger (Klimaschutz und Umweltberatung), Information und Anmeldung unter www.stadtradeln.de