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Die Sauna

Sauna ist ein hervorragendes Mittel um sich abzuhärten, denn sie sorgt dafür, dass der Körper sich schneller auf verschiedene Temperaturen einstellen kann. Wer regelmäßig einmal pro Woche in die Sauna geht, wird seltener krank und bekommt weniger häufig Erkältungen oder grippale Infekte. Denn routinierte Saunagänger haben eine bessere körpereigene Abwehr: Ihr Organismus produziert mehr Killerzellen und Interferon - wichtige Waffen gegen Krankheitserreger.

 

Körper in Hitze - Was passiert in der Sauna?


Bei 80 bis 110 Grad Celsius weiten sich die Gefäße. Die Hauttemperatur steigt langsam an - von normalerweise 32°C auf ungefähr 42°C. Doch die Temperatur in Inneren des Körpers bleibt annähernd konstant, denn der Körper "wehrt" sich gegen die hohe Temperatur von außen und muss gegenregulieren: Er beginnt zu schwitzen. Der Schweiß - als Körperkühlung - ist das sichtbare Zeichen der Temperaturregulation. Daher schwitzen routinierte Saunagänger schneller als Anfänger: Ihre Temperaturregulation ist besser trainiert. Während einem normalen Saunabad mit drei Durchgängen werden rund ½ bis 1 Liter Flüssigkeit ausgeschwitzt. In der Sauna steigt der Herzschlag (Puls) langsam an. Dies geschieht äußerst "herzschonend", da gleichzeitig die Gefäße erweitert werden. Im Gegensatz zum Puls wird die Atemfrequenz in der Sauna kaum beeinflusst. Doch durch die Hitze fällt das Durchatmen in der Sauna leichter und die Schleimhäute werden zu vermehrter Schleimproduktion angeregt, um sich vor dem Austrocknen zu schützen. In diesem Sekret befinden sich besonders viele Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger.Das Saunabad wirkt auch auf das Nervensystem: Der Körper kann sich leichter entspannen.

 

Wie lange darf man?


Als Grundregel gilt: man sollte nur so lange in der Sauna bleiben, wie man sich wohl fühlt. 8 bis 12 Minuten pro Saunagang reichen für den Anfänger völlig und selbst routinierte Saunagänger sollten nicht länger als 15 Minuten in der Sauna bleiben. Die Erfinder der Sauna - die Finnen bleiben oft nur 4 Minuten pro Saunagang - dafür gehen sie 3 bis 4 Mal pro Woche.
Schauriges Wohlgefühl - Das schnelle Abkühlen nach der Sauna muss sein. Auch wenn es anfangs schwer fällt - denn der positive Effekt auf das Immunsystem und die Durchblutung kommt vor allem durch die Kälte danach. Deshalb nach der Sauna etwa 1 Minute an die frische Luft gehen, um die Atemwege abzukühlen und den Kreislauf zu entspannen. Dann sofort kurz unter die kalte Dusche! Wem es schwer fällt kann mit Füßen und Händen beginnen - und sich so bis zum Rumpf vorarbeiten. Und nach der schnellen kurzen Dusche noch - wer will - ins Tauchbecken ( nicht für Infarktpatienten oder Bluthochdruckpatienten ). Die anschließende Ruhephase sollte mindestens so lange dauern wie der vorherige Saunagang am besten noch länger. Regelmäßig einmal pro Woche drei Saunagänge - das reicht, um fit für den Winter zu sein.

 

Der ideale Sauna-Ablauf:

  1. Duschen und gründlich reinigen
  2. Gut abtrocknen, denn trockene Haut schwitzt besser
  3. Für 8 bis 12 Minuten in die Sauna ( 80 bis 110°C ).
  4. Danach kurz kalt abduschen, dabei mit den Armen und Beinen beginnen, anschließend ins Tauchbecken.
  5. Mindestens solange ruhen, wie der Saunagang gedauert hat - besser ist doppelt so lange. Während der Ruhephase mit Bademantel oder Handtüchern abdecken.
  6. Je nach Lust, Laune und Befindlichkeit können dann noch 2 bis 3 weitere Saunagänge folgen. Dazu gehören natürlich auch das Abkühlen und Ausruhen.
  7. Normalerweise wird mindestens der letze Saunagang mit einem Aufguss beendet, d.h. auf den Saunaofen wird Wasser geschüttet, was zu einem starken Hitzeanstieg führt.
  8. Die letzte Ruhephase sollte mindestens 15 Minuten dauern.
  9. Als wichtigste Regel gilt: Nur so lange in der Sauna bleiben wie man sich wohl fühlt. Selbst regelmäßige Saunagänger sollten 15 Minuten nicht überschreiten.
  10. Nach der Sauna viel Mineralwasser oder Tee trinken, denn der Körper verliert in der Sauna Flüssigkeit.

 

Typische Sauna-Fehler:

  1. Nicht hetzen. Zum Saunieren braucht man Ruhe und Zeit (mindestens 2 Stunden)
  2. Nicht hungrig (Kollapsgefahr!) oder mit vollem Magen in die Sauna gehen.
  3. Dauerschwitzen auf der untersten Bank oder warmes Abduschen nach der Sauna ist schlecht- beides belastet den Kreislauf, bringt aber keinen Nutzen. (Lieber heiß und kurz als lau und lang!)
  4. Keine Doppelanwendungen während der Saunagänge: wie z.B.: Wassertreten (Gefahr des Gefäßkrampfes), Gymnastik, Turnen oder Sport (zu starke Kreislaufbelastung)
  5. Nicht unabgetrocknet, also nicht "nass" in die Sauna gehen ( verzögert Schweißbildung)
  6. Nach dem Saunagang nicht unbekleidet rumstehen oder liegen. (Erkältungsgefahr)

 

Sauna - (fast) für jeden:


Saunabaden ist nicht anstrengender als Treppensteigen - und daher entgegen der landläufigen Meinung sogar für ehemalige Herzinfarktpatienten geeignet, denn durch die hohe Temperatur weiten sich die Adern und das Blut fließt leichter. Selbst Schwangere und Kleinkinder dürfen in die Sauna und auch nach oben gibt es keine Altersgrenze. Saunabaden fördert nicht nur die Abhärtung und Durchblutung. Sauna soll sogar bei verschiedenen Erkrankungen helfen, wie Asthma, niedrigem und hohem Blutdruck, Arthrose und mehr.Wer darf nicht in die Sauna?Mit akuten Infektionskrankheiten sollte man nicht in die Sauna gehen. Und wer unter schwer einstellbarem Bluthochdruck, Venenleiden, starker Arteriosklerose (Gefäßverschlusskrankheiten) oder Epilepsie leidet sollte auf die Sauna verzichten. Im Fall einer Vorerkrankung ist es notwendig den Hausarzt zu befragen, ob Sauna sinnvoll ist.

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